Das Lexikon des TQM Forum
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| Term | Definition |
|---|---|
| 3G / 3-GEN-Prinzip |
Das 3G oder 3-GEN-Prinzip setzt sich zusammen aus den japanischen Begriffen |
| 5M |
Methode zur Fehlervermeidung. Die fünf M stehen für Mensch, Maschine, Material, Methode und Messgröße. |
| 8D-Report |
Der 8D-Report (8D ~ 8 disciplines) ist ein Dokument, das bei einer Reklamation |
| Ablauforganisation |
Beschreibung aller betrieblichen Prozesse hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs. Meist in Form von Ablaufdiagrammen. |
| Abweichung |
Nichterfüllung einer Forderung sowie Unterschied zwischen einem Merkmalswert und einem Bezugswert. Bei quantitativen Merkmalen wird häufig der Abweichungsbetrag benutzt. Ein Beispiel für Abweichungsgrenzbeträge sind Fehlergrenzen. |
| Abweichungsbericht |
Aufzeichnung über eine bei einem Audit festgestellte Abweichung. Man unterscheidet zwischen kritischen und nichtkritischen Abweichungen. Bei kritischen Abweichungen sind bis zum vereinbarten Zeitpunkt Unterlagen beizubringen. Nichtkritische Abweichungen sind bis zum vereinbarten Zeitpunkt zu beheben |
| Andon-Tafel |
Eine Anzeigetafel, die den aktuellen Stand der Produktion (Soll-/Ist-Stand, Störungen usw.) signalisiert. |
| Annahmestichprobenprüfung |
Statistische Qualitätsprüfung an Hand einer oder mehrerer Stichproben zur Beurteilung eines Prüfloses nach einer Stichprobenanweisung (AQL-System). |
| ANSI |
American National Standards Institute (ANSI) |
| Anspruchsklasse |
Kategorie oder Rang unterschiedlicher Qualitätsanforderungen an Einheiten, die für den gleichen funktionellen Gebrauch bestimmt sind. Beispiele sind Klassen bei Flugscheinen oder Kategorien von Hotels in einem Hotelführer. |
| Anspruchsniveau |
Rangindikator für unterschiedliche Qualitätsanforderungen an Einheiten, die dem gleichen Zweck dienen. |
| Anwendungsbereich |
Die in DIN ISO 9001 festgelegten Forderungen sind allgemeiner Natur und anwendbar auf alle Organisationen - unabhängig von deren Art und Größe - sowie auf alle Arten bereitgestellter: |
| Arbeitsanweisung |
Arbeitsanweisungen (auch: QM-Arbeitsanweisung, AA) sind arbeitsplatzbezogene Vorgaben und besitzen im wesentlichen den Charakter einer Checkliste. |
| Arbeitsplan |
Der Arbeitsplan ist die Vorgabe für den Herstellprozess eines Produktes oder einer Dienstleistung (z. B. in der öffentlichen Verwaltung). Im Arbeitsplan werden die verschiedenen Arbeitsgänge in der richtigen Reihenfolge ihrer Durchführung aufgelistet. |
| Arbeitsschutz-Management |
Die Arbeitsschutz-Norm OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) ist analog den Normen DIN ISO 14001 und DIN ISO 9001:2000 konstruiert. Sie wurde von der British Standards Institution gemeinsam mit internationalen Zertifizierungsgesellschaften entwickelt. |
| Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) |
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) vom 1996-08-0: Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit. Es gilt in allenTätigkeitsbereichen. Die Maßnahmen umfassen u.a. die Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit. |
| Arbeitssicherheits-Managementsystem |
Untenehmen, deren Mitarbeiter oder durch sie beauftragte Personen, auf fremdem Firmengelände tätig werden, sind verpflichtet ein Managementsystem einzuführen und zertifizieren zu lassen. Meist wird es auch als IMS (integriertes Managementsystem) eingeführt, das die SCC/SGU-Grundsätze berücksichtigt. |
| Arbeitsumgebung |
Bedingungen unter denen Arbeiten durchgeführt werden. |
| Audit |
Ein Audit ist eine systematische, unabhängige Untersuchung. |
| Audit-Arten |
Es werden drei Audit-Arten unterschieden, die gelegentlich auch unter der Bezeichnung Qualitätsaudit zusammengefasst werden: |
| Audit-Formen |
Bei Audits wird zwischen verschiedenen Formen - intern und extern - unterschieden. Wenn Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme zusammen auditiert werden, wird dieser Prozess "kombiniertes Audit" genannt. Wenn zwei oder mehr auditierende Organisationen zusammen eine Organisation auditieren, wird dieser Prozess "gememeinschaftliches Audit" genannt. |
| Audit-Team |
Der Audit-Leiter und ein Co-Auditor (oder mehrere) sowie ggfs. branchenspezifische Experten bilden das Audit-Team. |
| Auditbezugsbasis |
Die Auditbezugsbasis (engl.: audit standard) sind diejenigen Festlegungen, die sich hinsichtlich der Unternehmensstrategie, Kundenanforderungen, QM-Normen etc. für das Qualitätsmanagementsystem ergeben. |
| Auditergebnis |
Schriftlicher Bericht des Auditors nach einem Audit. |
| Auditfeststellung |
Ergebnisse der Beurteilung der zusammengestellten Auditnachweise gegen Auditkriterien (ISO 9001:2000) |
| Auditfragenkatalog |
Zusammenstellung von Fragen zur Überprüfung des QM-Systems bei Audits. |
| Auditierte Organisation |
Organisation die auditiert wird. Dies kann eine Abteilung, eine Betriebsstätte (Fabrik, Lager, etc.) oder ein komplettes Unternehmen sein. |
| Auditierung |
Die Durchführung eines Audits: Systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zur objektiven Auswertung, ob bestimmte Merkmale vorhanden und bestimmte Forderungen (z. B. an Prozesse, Verfahren) erfüllt sind. |
| Auditkriterien |
Die für ein Audit als Referenz herangezogenen Verfahren, Politiken und Anforderungen. |
| Auditleiter |
Der Auditleiter ist ein Auditor, der aufgrund eines Befähigungsnachweises zur Leitung eines Audit-Teams berechtigt ist. |
| Auditnachweis |
Informationen, Tatsachen und Aufzeichnungen, welche die Auditkriterien betreffen. |
| Auditor |
Zur Durchführung von Qualitätsaudits qualifizierte Person. |
| Auditor-Eigenschaften (persönliche) |
Unter den aufgezählten Eigenschaften sind die persönlichen Eigenschaften sicher von besonderer Bedeutung. Der Bewerber um die Position eines Qualitätsauditors sollte |
| Auditprogramm |
Ein oder mehrere Audits, die für einen speziellen Zweck und Zeitraum geplant sind. |
| Auditrahmenplan |
Übersicht der durchzuführenden internen Audits eines Unternehmens für einen festgelegten Zeitraum. Er gibt Zeitpunkt, Ort und Unternehmensbereich wieder. |
| Auditschlussfolgerung |
Ergebnis eines Audits, welches das Audit-Team durch Vergleichen der Auditziele mit den Auditfeststellungen erreicht hat. |
| Aufbauorganisation |
Vom Management erstellte Beschreibung der Festlegungen im Unternehmen zu Unter- und Überstellungsverhältnissen der Beschäftigten. Die übliche Darstellungsform der Aufbauorganisation ist das Organigramm. |
| Aufbewahrung von Dokumenten |
Um die Erfüllung festgelegter Qualitätsforderungen und die Wirksamkeit des QM-Systems zu gewährleisten, müssen Qualitätsaufzeichnungen aufbewahrt werden. Dazu gehören auch Qualitätsaufzeichnungen von Unterauftragnehmern. Die Qualitätsaufzeichnungen müssen lesbar sein und so aufbewahrt werden, dass sie geschützt sind. |
| Aufbewahrungsdauer von Dokumenten |
Es ist wichtig, dass die Aufbewahrungsdauer von Qualitätsaufzeichnungen genau festgelegt und dokumentiert wird. Wo es vertraglich vereinbart ist, muss sichergestellt werden, dass die Qualitätsaufzeichnungen den Kunden oder seinen Beauftragten für eine fest vereinbarte Zeitdauer zugänglich gemacht werden können. |
| Auftraggeber |
Unter Auftraggeber ist der Kunde in einer Vertragssituation zu verstehen. |
| Auftragnehmer |
Unter Auftragnehmer ist der Lieferant in einer Vertragssituation zu verstehen. |
| Aufzeichnung |
Dokument, das einen Nachweis über eine ausgeführte Tätigkeit oder über erzielte Ergebnisse liefert. |
| Ausführungsqualität |
Beschaffenheit der Ergebnisse von Tätigkeiten und Prozessen für ein oder mehrere Qualitätselemente bezüglich ihrer Eignung, die für die Ergebnisse vorgegebenen Forderungen zu erfüllen. |
| Ausschuss |
Fertigungs- und montagebedingtes Fehlprodukt, bei dem die Qualitätsforderung auch nachträglich durch Nacharbeit nicht erfüllt werden kann oder soll und das für einen anderen Verwendungszweck unter angemessenen Umständen nicht verwendet werden kann. |
| Austauschbarkeit |
Unter Austauschbarkeit ist die Eignung einer Einheit zu verstehen, ohne Änderungen anstelle einer anderen benutzt werden zu können, um dieselbe Forderung zu erfüllen. |
| Auswahl der Zertifizierstellen |
Bei der Auswahl der Zertifizierer befindet man sich grundsätzlich in mehreren Schwierigkeiten. |
| Auswahlprüfung |
Qualitätsprüfung an Zufallsstichproben mit Entnahmehäufigkeiten und Stichprobenumfängen, die wesentlich bestimmt sind durch Kenntnis der bisher ermittelten Qualität sowie der Ungleichmäßigkeiten und Fehlerrisiken bei der Realisierung der Einheit. |
| Automotive Excellence |
Automotive Excellence bedeutet die Einführung eines Managementsystems in der Automobilbranche. |
| Balanced Scorecard |
Gemeint ist ein ausgewogener (engl.: balanced) Satz von Zielkennzahlen, der auf eine Vision und Strategie abgestimmt ist. Es geht darum, die Zielgrößen des Unternehmens in passende Einzelziele für die einzelnen Bereiche, Abteilungen und Teams herunterzubrechen. Ein Beispiel hierfür ist der "Führung durch Ziele" Managemenstil (engl.: Management by Objectives). Jeder Bereich soll bzw. muss seine eigene Scorecard haben. Ein Anwendungsbereich für eine Scorecard ist beispielsweise ein Profitcenter mit Absatz und Umsatz als Zielgrößen sowie Deckungsbeiträgen und Strukturkosten-Einhaltung. |
| Befähiger |
Qualitätsbegriff im European Quality Award (EQA). Befähiger sind Eigenschaften und Fähigkeiten, die ein Unternehmen in die Lage versetzen, Visionen, Missionen und Konzepte in ein gutes Ergebnis umzusetzen. |
| Beigestellte Produkte |
Nach DIN EN ISO 9001:2000, Ziffer 7.5 (1994, Ziffer 4.7) muss der Lieferant für vom Kunden beigestellte Produkte, die für die Einfügung in die Lieferungen oder für zugehörige Tätigkeiten vorgesehen sind, Verfahrensanweisungen für die Lenkung von Verifizierung, Lagerung und Erhaltung erstellen und aufrechterhalten. Geht ein solches Produkt verloren, wird es beschädigt oder in anderer Weise unbrauchbar, muss dies aufgezeichnet und dem Kunden berichtet werden. |
| Benchmark |
Der Begriff Vergleichslauf oder englisch Benchmark (= Maßstäbe setzen) bezeichnet zunächst ein formalisiertes Konzept, um Verbesserungsmöglichkeiten durch den Vergleich von Leistungsmerkmalen mehrerer vergleichbarer Objekte, Prozesse oder Programme zu finden. Innerhalb des Konzepts werden komplexe Metriken aus gut reproduzierbar zu erhebenden Maßen definiert. Der Begriff wird sowohl in den Wirtschaftswissenschaften als auch in der angewandten Informatik verwendet. |
| Benchmarking |
Das grundsätzliche Ziel des Benchmarking ist es, die Schwächen eines Unternehmens und seiner Prozesse oder eines Computers und seiner Programme durch Vergleich mit anderen Unternehmen, Prozessen, Computern oder Programmen aufzudecken und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Für diesen Vergleich sind entweder mindestens zwei aufeinander folgende Erhebungen von Daten durchzuführen oder Daten von mindestens zwei verschiedenen Objekten möglichst gleichzeitig zu erheben. In den Wirtschaftswissenschaften liefert das Benchmarking eine Metrik für eine komplexe Leistung aus einer Anzahl einzelner Maße, die mit Hilfe einer Benchmarking-Studie gefunden wird. Benchmarking ist ein wiederholt eingesetzter Prozess, um Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsprozesse von mehreren Unternehmen oder auch die Wirkung politischer Vorgaben zu beurteilen und zu verbessern. In der angewandten Informatik ist der Benchmark eine standardisierte Metrik, nach der die komplexe Leistung zweier vergleichbarer Programme oder Computer anhand einer Anzahl einzelner Maße objektiv gemessen wird und diese nach bestimmten Kriterien verglichen und bewertet werden. Es gibt bisher keine Beispiele international genormter (ISO) Benchmarks (Stand 2006). |
| Betriebsanweisung |
Für Gefahrstoffe hat der Arbeitgeber eine Betriebsanweisung zu erstellen, in der die beim Umgang mit Gefahrstoffen auftretenden Gefahren für Mensch und Umwelt sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln festgelegt werden. |
| BRC-Inspektion |
Um zu einem allgemeingültigen Standard zu gelangen und Mehrfachauditierungen zu reduzieren, hat das British Retail Consortium (BRC) gemeinsam mit dem Institute of Packaging (IoP) neue detaillierte Richtlinien für Lebensmittelverpackungen entworfen, den "Technical Standard and Protocol for Companies Manufacturing and Supplying Food Packaging Materials for Retailer Branded Products." |
| British Standard 7799 |
Der British Standard 7799 trat im Mai 1996 in Kraft und ist ein Managementsystem, mit dem sichergestellt wird, dass bei der Entwicklung und Anwendung von Software gewisse Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Er ist eine Norm für die Auditierung und Zertifizierung von IT-Systemen, die in der jetzigen Form der Öffentlichkeit im April 1999 vorgestellt wurde. Es handelt sich hierbei um einen international anerkannten Standard für Informations-Sicherheit, der Unternehmen bei der Definition und Umsetzung einer optimalen Sicherheitsstrategie unterstützt. Er beinhaltet bestimmte Verfahren und Methoden für die Organisation und die technische Umsetzung von Informationssicherheit. Er wird auch außerhalb Großbritanniens genutzt und soll zu einer internationalen Norm werden. |
| British Standard 8800 |
Der British Standard 8800 (seit Mai 1996 in Kraft) ist eine britische Norm für Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagementsysteme. Er basiert auf "Guten Managementpraktiken" und soll die Integration von Arbeitsschutz und Sicherheit in ein bestehendes Gesamtsystem und dessen Aufrechterhaltung unterstützen. Er ist als Leitfaden und Hilfestellung für den Aufbau von Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystemen zu verstehen. Dieser Standard ist in Deutschland nicht zertifizierungsfähig. |
| Business-To-Business (B2B) |
B2B ist die Abkürzung für Business-To-Business und steht allgemein für Beziehungen zwischen (min. zwei) Unternehmen, im Gegensatz zu Beziehungen zwischen Unternehmen und anderen Gruppen (Konsumenten, also Privatpersonen als Kunden, Mitarbeitern oder öffentliche Verwaltung). In der deutschen Literatur ist auch von Betrieb-Betrieb-Beziehung die Rede. |
| CB-Zertifizierung |
Mit einem Abkommen haben die nationalen Zertifizierungsstellen der IECEE-Mitgliedstaaten vereinbart, durch die gegenseitige Anerkennung der CB-Prüfzertifikate den weltweiten Vertrieb elektrischer Niederspannungserzeugnisse zu erleichtern. Damit wollen die Teilnehmerstaaten vermeiden, dass das gleiche Erzeugnis mehreren Prüfungen unterzogen wird. Dies ermöglicht den Herstellern und Händlern einen schnelleren und preisgünstigeren Marktzutritt. Ein CB Prüfzertifikat beruht auf einer Typenprüfung nach IEC-Normen ohne Konformitätssicherung (Fertigungsüberwachung).Das Abkommen ermöglicht als Inhaber des CB-Prüfzertifikates - einen schnelleren und einfacheren Zutritt zu globalen Märkten, - den Wegfall von Mehrfachprüfungen (weniger Prüfkosten) und - einen Nachweis für die Abwehr von typenprüfungsspezifischen |
| CB-Zertifizierungsverfahren |
Das CB Verfahren ist ein Abkommen, das von der IEC eingerichtet wurde, um den Aufwand und die Hindernisse im internationalen Handel zu reduzieren. Der offizielle Name ist "IEC System for Mutual Recognition of Test Certificates for Electrical Equipment" und wird auch mit "CB-Scheme" abgekürzt. |
| CE Kennzeichnung |
siehe CE-Zeichen |
| CE-Zeichen |
Die CE Kennzeichnung ist eine auf europäischer Ebene regulierte Kennzeichnung, die den Marktzugang der EU/EWG Mitgliedsstaaten (und einigen EU Beitrittskandidaten) anhand der europäischen Richtlinien und den korrespondierenden nationalen Regelwerken regelt. |
| CENELEC |
Das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung oder CENELEC (französisch: Comité Européen de Normalisation Electrotechnique; englisch: European Committee for Electrotechnical Standardization) ist das europäische Gegenstück der IEC. Sie ist eine der drei großen Normungsorganisationen in Europa und zuständig für die europäische Normung im Bereich Elektrotechnik. Zusammen mit ETSI (Normung im Bereich Telekommunikation) und CEN (Normung in allen anderen technischen Bereichen) bildet CENELEC das europäische System für technische Normen. Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Normungsgremien der meisten europäischen Staaten. |
| CENELEC-Zertifizierung |
Ein langjähriges Abkommen zwischen den europäischen Zertifizierungsstellen für elektrische Produkte. |
| Change Management |
Change Management bedeutet die laufende Anpassung von Unternehmensstrategie und -strukturen an die Rahmenbedingungen, die das Unternehmen beeinflussen. Entwicklungen am Markt müssen frühzeitig erkannt und bewertet werden, um geeignete Maßnahmen für das Unternehmen zu erarbeiten. |
| Company-wide Quality Control |
Mitarbeiterorientiertes Unternehmenskonzept, bei dem alle Tätigkeiten im Produktentstehungsprozess die Erfüllung der Kundenanforderungen zum Ziel haben. Dieses von Ishikawa entwickelte Konzept lehnt sich stark an das TQC-Konzept von Feigenbaum an. |
| Corporate Governance |
Corporate Governance - übersetzt als "gutes Benehmen" oder "der Knigge für Unternehmen" - beschäftigt sich mit dem Setzen und Einhalten von Verhaltensregeln, nach denen ein Unternehmen geführt werden soll. Aufgrund der unterschiedlichen Interessenten ist dieses Thema gar nicht so einfach zu greifen. Je nachdem wer die Richtlinie setzt, steht sie in einem Gesetz, im Unternehmensleitbild, in Weisungen, Absichtserklärungen, oder auch gar nirgends. Oft haben Unternehmen sogar eigene Fachstellen, die sich darum bemühen, dass ihr Unternehmen solche Rahmenbedingungen und Richtlinien einhält. |
| Darlegungsnorm |
Norm, nach der ein QM-System dargelegt (dokumentiert) wird, z. B. für eine Zertifizierung. |
| Deming Award |
Der Deming Award - benannt nach Prof. W. E. Deming - ist ein weltweit bekannter japanischer Qualitätspreis, der schon seit Mitte der 50er Jahre besteht. Beispielsweise erhielt Taguchi den Deming-Preis für seine Untersuchungen zur Methodik der Versuchsplanung. |
| Deming Kette |
Mit dem Bild einer Kette stellt Deming die Verzahnung und Folgen der Maßnahmen und ihrer Auswirkungen dar. Dabei steht die Qualitätsverbesserung am Anfang der Kette, was direkt mit Produktivitätsverbesserung und somit Kostenreduzierung einhergeht. |
| Deming PDCA-Zyklus |
Voraussetzung zur Prozessbeherrschung sind Prozessverstehen und Prozessentwicklung. Um den Wissenserwerb zu systematisieren, kann man eine Reihe von Methoden benutzen, u. a. den "Deming PDCA-Zyklus" (Plan, Do, Check, Act). Die deutsche Version des PDCA-Zyklus lautet PTCA-Kreis (Planen, Tun, Checken, Aktion). |
| Deming, William Edwards |
William Edwards Deming (1900 bis 1993) war ein US-amerikanischer Physiker, Statistiker sowie Wirtschaftspionier im Bereich des Qualitätsmanagements. Deming und seine Erkenntnisse wurden erst ab 1980 in den USA wahrgenommen, zu einer Zeit als schon große Teile der amerikanischen Konsumgüterindustrie von der japanischen Konkurrenz auch aufgrund besserer Qualität förmlich überrollt worden war. |
| Demingsche Reaktionskette |
Qualität kann kein singuläres Element innerhalb der Unternehmensstrategie sein, sondern muss als umfassendes Konzept definiert werden. Alle Aktivitäten sind darauf auszurichten, den Kunden innerhalb und außerhalb des Unternehmens zufrieden zu stellen. Dies begründet die Verknüpfung von kostenbewusstem unternehmerischem Handeln mit Qualitätsmaßnahmen. |
| Design of Experiments (DoE) |
DoE oder Design of Experiments (deutsch: statistische Versuchsplanung) ist eine Methode aus dem Six Sigma, die bei mehreren beeinflussbaren Prozessparametern angewendet wird, um diese in ein Optimum zueinander zu bringen. |
| Deutscher Akkreditierungsrat (DAR) |
Der Deutsche Akkreditierungsrat (DAR) ist in Deutschland die Dachorganisation der Akkreditierungsstellen. Die Geschäftsstelle des DAR ist bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin angesiedelt. Ziel des DAR ist die Schaffung eines transparenten, einheitlichen und international anerkannten Akkreditierungssystems in Deutschland sowohl für den gesetzlich geregelten als auch den gesetzlich nicht geregelten Bereich. |
| Dienstleistung |
Die durch Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Lieferant und Kunde sowie durch den Lieferanten intern erbrachten Ergebnisse zur Erfüllung der Erfordernisse des Kunden. |
| DIN |
Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin (gegründet 1917). Das DIN ist die für die Normungsarbeit zuständige Institution in Deutschland und vertritt die deutschen Interessen in den weltweiten und europäischen Normungsorganisationen. Dieser Status wurde im einem Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland (1975) anerkannt. |
| DIN EN 45013 |
Die DIN EN 45013 ist die europäische Norm zur Regelung und Kontrolle der Sachverständigeneigenschaft. |
| DIN EN 46001 bzw. 46002 |
Seit dem 1. Februar 2001 ersetzt die DIN EN ISO 13485 bzw. 13488 die Norm DIN EN 46001 bzw. 46002. (siehe auch "DIN EN ISO 13485 bzw. 13488"). |
| DMS |
Ein Dokumentenmanagementsystem oder DMS (engl.: Document Management System) ist ein EDV-Programm, das zur Dokumentenlenkung eingesetzt werden kann; es bedient insbesondere die Verwaltungsfunktion (Archivieren und Verteilen). |
| Du-Pont-Schema / Du Pont Kennzahlsystem |
Das Du-Pont-Schema oder Du Pont Kennzahlsystem (im engl. Original: DuPont-System of Financial Control) ist das älteste Kennzahlsystem der Welt und bis heute eines der bekanntesten. Im Mittelpunkt des Kennzahlensystems steht die Gesamtkapitalrendite oder auch ROI (engl.: Return on Investment), also die Ertragsrate des eingesetzten Kapitals. Oberstes Ziel der Unternehmensführung ist somit nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Maximierung des Ergebnisses pro eingesetzter Kapitaleinheit. Die Orientierung an der Schlüsselgröße ROI soll im Sinne eines Performance Managements eine wertorientierte Unternehmensführung ermöglichen. Alle heutigen Kennzahlsysteme (z.B. ZVEI-Kennzahlensystem) basieren auf dem Grundgedanken des Du-Pont-Schemas. |
| Durchlaufzeit |
Die Durchlaufzeit bzw. Gesamtzykluszeit ist die Spanne zwischen dem Zeitpunkt der Bedarfsäußerung oder Kundennachfrage und der Erfüllung. Sie bildet die Summe der einzelnen Zykluszeiten plus der Warte- und Leerlaufzeiten (d.h. Wartezeit für den Kunden). |
| EA |
Die europäische Organisation der Akkreditierungsstellen (engl.: European co-operation for Accreditation). |
| Effektivität |
Effektivität bezeichnet die Wirksamkeit einer Maßnahme oder eines Prozesses. |
| Effizienz |
Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen dem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen (nach: ISO 9000:2000). |
| EFQM (European Foundation for Quality Ma |
Die European Foundation for Quality Management (EFQM) wurde 1988, als gemeinnützige Organisation auf Mitgliederbasis, von 14 führenden europäischen Unternehmen gegründet. |
| EFQM-Assessment |
Letzte Phase im EFQM-Wettbewerb zum Erlangen des "European Quality Award". Hier überprüfen unabhängige Auditoren die zuvor per Selbsteinschätzung ermittelten Punktzahlen. |
| EFQM-Modell (für Excellence) |
Die EFQM (European Foundation for Quality Management), die von führenden europäischen Unternehmen gegründet wurde, ist Eigentümerin des EFQM-Modell (für Excellence). Sie zielt auf auf die Verwirklichung von umfassender Qualität in einem Betrieb oder einem Teil eines Betriebes. Das EFQM-Modell kennt neun Kriterien mit insgesamt dreiundreißig Subkriterien mit denen es versucht, einen Betrieb möglichst vollständig zu erfassen. Die Bedeutung der einzelnen Kriterien wird in Prozenten angegeben. |
| Einführungsgespräch (in Audits) |
Audits werden mit einem Einführungsgespräch begonnen, dass sich etwas nach Auditarten unterscheidet. |
| Eingangsprüfung |
Annahmeprüfung an einem zugelieferten Produkt. |
| Einheit |
Eine Einheit kann eine Tätigkeit oder ein Prozess sein, ebenso wie ein Produkt, eine Organisation, ein System oder eine Person, oder irgendeine Kombination daraus. |
| Einzelkosten |
siehe "Gemeinkosten" |
| Endprüfung |
Letzte der Qualitätsprüfungen vor Übergabe der Einheit an den Abnehmer. |
| ENEC-Zeichen |
Das ENEC-Zeichen ist ein gemeinsames europäisches Zertifizierungszeichen unabhängiger Stellen, dass für bestimmte elektrische Geräte, die den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen, angewendet wird. Zur Zeit wird es für Leuchten und dazu gehörige Komponenten, Transformatoren, Stromversorgungen, Geräteschalter, Bürogeräte, automatische Regeleinrichtungen und neuerdings für Entstörkondensatoren und Filter verwendet. |
| European Quality Award (EQA) |
Die EFQM organisiert als Eigentümerin des EFQM-Modells für Excellence organisiert jährlich den Europäischen European Quality Award (EQA) für Organisationen mit überdurchschnittlichen Leistungen. |
| Evaluation |
Bewertung eines Projektes bzw. Prozesses anhand von festzulegenden Kriterien entweder von innen (interne oder Selbstevaluation) und/oder außen (externe Evaluation) zur Standortbestimmung und Beschreibung von Verbesserungspotentialen. |
| Fähigkeit |
Eignung einer Organisation, eines Systems oder eines Prozesses zum Realisieren eines Produkts, das die Anforderungen an dieses Produkt erfüllt (nach: ISO 9000:2000). |
| Feedback / Feedforward / Regelkreis |
Feedback bedeutet Rückkopplung. |
| Fehler |
Nichterfüllung einer festgelegten Forderung (nach ISO 9000:2000) bzw. Nichtkonformität (engl.: nonconformity). |
| Fehlerart |
Die Benennung bzw. die Art der Abweichung von der Forderung. |
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